Jahresausklang und Mitgliederversammlung, Wettingen/ AG
Seit 2003 gibt es in Wettingen die Brauerei LägereBräu.
Mehr als ein Dutzend verschiedene Biere werden von der LägereBräu auf der Klosterhalbinsel in Wettingen hergestellt. Wie bei einer Weinprobe geht es auch hier um Aromatik, Körper, Hefeton und Säure. Ein interessantes Kontrastprogramm für uns versierte Weindegustateure, welches der Weinfreundekreis gern angenommen hat.
Besuch bei der Weinbau Mariazell GmbH, Sursee/ LU
Bei vorherbstlich-regnerischem Wetter war der Treffpunkt vor der Kapelle Mariazell in seinen Weinbergen. Es hätte eine so schöne Aussicht haben können auf den See und die Bergkulisse der Glaner und Nidwalder Alpen, doch Nieselregen und unangenehmer Wind machten diesem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung. Mit zwei weissen Secco holte uns Gastgeber Beat Felder zurück von unseren Träumen zu seinen Ambitionen zukunftsweisender, resistenter Rebsorten. Sein Sortenspiegel ist entsprechend aufgestellt und überzeugte unseren Kreis von Weinfreunden, auch anderenorts PIWIs eine Chance zu geben. Den Beweis, dass es funktionieren kann, hat uns der Rebbaukommissär der Zentralschweiz erbracht.
Weinwanderung nach Haltingen, Markgräflerland
Der äusserste Südwesten Deutschlands ist das Markgräflerland. Vom Bahnhof Weil am Rhein-Ost starteten wir unsere Wanderung nach Haltingen. Zunächst in östliche Richtung die deutsch-schweizer Grenze übertretend in das Gewann Schlipf und in mässiger Geschwindigkeit die Tülliger Höhe erklimmend. Hier sind die Weinberge vom Wyyguet Rinklin, von dem wir später eine Probe genossen haben. Ein herrlicher Blick nach Osten auf die Eiserne Hand und nach Süden hin die Ausläufer des Jura. Mit dem Wechsel zurück nach Deutschland öffnete sich die Sicht auf die in der Ferne liegende Vogesen und das Siedlungs- und Wirtschaftsgebiet im Dreiländereck.
Jetzt befanden wir uns in den Lagen Kapf und Stieg. Schon bald verkosteten wir die beiden Weine. Ein klassischer Gutedel aus der Schweiz stand als erste Probe an. 18 Monate auf Hefe hatte der Weisse Burgunder gelegen, der als Badischer Konterpart vom Weingut Claus Schneider auserwählt war.
Es folgte der Abstieg nach Haltingen, wo uns Michael Heintz von der Haltinger Winzergenossenschaft bereits erwartete. Drei Schaumweine, fünf Weisse, drei Rote und eine Beerenauslese standen auf dem Programm. Natürlich haben wir auch einen Blick in seinen Keller geworfen.
Zum Abschluss kehrten wir in den Landgasthof „Rebstock“ ein und wurden – passend zur Jahreszeit – mit Spargel verköstigt. Eine Veranstaltung, die hoffentlich allen Teilnehmenden etwas zu bieten hatte. Abwechelungsreich genug dürfte sie gewesen sein.
Internationale PIWI-Rebsorten
Unter der Leitung von Wolfgang Beiss erkundeten wir an diesem Nachmittag in der Baslerstube des Restaurants und Zunfthauses „Weisser Wind“ die Bedeutung internationaler PIWI-Rebsorten. Fast die Hälfte der Anwesenden waren Gäste. Ein Zeichen für das Interesse an diesem Thema.
PIWI ist unter Weinkennern „in aller Munde“, aber doch recht wenig bekannt. Der Referent wies uns darauf hin, den Begriff PIWI möglichst zu vermeiden, sondern eher von Interspezifisch zu sprechen. Gemeint sind Rebsorten, die landläufig als Pilzwiderstandsfähig gelten – daher der Name – aber passender mit robusten, resistenten und widerstandfähigen Rebsorten bezeichnet werden sollten, ein Weinzucht-Konzept, das im Zeichen des Klimawandels angesagt erscheint und auch unter dem Namen „Zukunfts-Wein“ vermarktet wird.
12 weisse und 8 rote Rebsorten standen auf den Tischen. Darunter auch welche aus Regionen, die dem Weinliebhaber nicht gleich in den Sinn kommen wie Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Der latent zu befürchtende Foxton war bei keiner Probe im Glas!

























































